ZWEITER ERFOLG FÜR NISSAN UND ARI VATANEN BEI DER „DAKAR“ 47. Tagessieg des „Fliegenden Finnen“ bei der legendären Wüstenrallye Pick-Ups liegen auf den Positionen sechs und acht im Gesamtklassement Heutige Route führt über 702 km in die Pyramidenstadt Luxor Toller Tag für die Nissan Pick-Up bei der 25. Wüstenrallye „Dakar“: Ari Vatanen holte am Mittwoch zusammen mit seiner schwedischen Beifahrerin Tina Thorner den zweiten Etappensieg für das japanische Werksteam; Giniels de Villiers und Pascal Maimon rundeten mit Platz drei den bislang erfolgreichsten Tag für Nissan ab. Für Vatanen, der bereits vor dem Start seinen Willen bekräftigte, noch einige Spezialetappen gewinnen zu wollen, war es der insgesamt 47. Einzelerfolg in seiner von vier Gesamtsiegen gekrönten „Dakar“-Erfolgsstory. Am Ziel der von Siwa nach Dakhla führenden 13. Wertungsprüfung über 657 km (davon 569 km als Sonderprüfung) lag der Finne 1’18 Minute vor dem BMW X5 des Ex-Skiweltcupsiegers Luc Alphand und 8’22 Minuten vor dem Pick-Up seines südafrikanischen Teamkollegen. Im Gesamtklassement belegen die Werks-Nissan nun die Plätze 6 und 8. Für Vatanen war der Sieg keineswegs ein Zuckerschlecken, wie er hinterher bekannte: „Wir holten Luc etwa 50 Kilometer nach dem Start ein. Kurz darauf erwischte es uns dann beim Sprung über eine hohe Düne. Die Landung war extrem hart, ich fühlte starke Schmerzen im Rücken und in der Brust, teilweise blieb mir sogar kurz die Luft weg. Auch das Auto blieb nicht ungeschoren: Das Gaspedal war verbogen, es ließ sich nicht mehr frei bewegen, blieb manchmal in Vollgasposition hängen. Am Ende der Etappe haben wir uns dann auch noch kurz verfahren, fanden aber schnell wieder auf den richtigen Weg. Alphands BMW war auf den Geraden etwas schneller als wir. Wir blieben aber immer in Kontakt zu ihm, und zeitweise fuhren wir zusammen mit Giniel und Sousa in einem Viererpulk. Das war sehr spektakulär. Als ich dann Giniel überholte, merkte ich, wie er meinem Rhythmus folgte. Ich glaube, ich war heute ein guter Lehrer.“ Der südafrikanische „Dakar“-Debütant widersprach der Analyse des erfahrenen Teamleaders nicht: „Ari war heute wirklich unglaublich schnell – er schien überall absolut voll zu fahren. Ich habe auch nicht gerade geschlafen, aber Ari fuhr heute in einer anderen Welt. Trotzdem bin ich zufrieden. Wir hatten keine mechanischen Probleme, keinen Platten, nichts. Nun würde ich auch noch gerne bis zum Ziel eine Etappe gewinnen. Warum sollte das nicht auch noch klappen?“ Nach der landschaftlich wunderschönen Fahrt durch das so genannte „Große Sandmeer“ mit seinen bis zu 100 Meter hohen Dünen und der „Weißen Wüste“ mit bizarren Kalksteingebilden zieht die Karawane am heutigen 16. Tag der Rallye in die mythenumrankte ägyptische Pyramidenstadt Luxor. Die Distanz beträgt 702 Kilometer, wovon 274 Kilometer als Spezialprüfung laufen. Stand der „Dakar“ 2003 nach der 13. Etappe (Siwa-Dakhla): 1. Peterhansel/Cottret Mitsubishi 35h57‘10“ 2. Masuoka/Schulz Mitsubishi 25h50“ zurück 3. Fontenay/Picard Mitsubishi 2h29‘33“ zurück 4. Biasion/Siviero Mitsubishi 2h40‘11“ zurück 5. Sousa/Magne Mitsubishi 2h50‘41“ zurück 6. de Villiers/Maimon Nissan Pickup 3h13‘51“ zurück 7. Henrard/Willis VW 4h03‘41“ zurück 8. Vatanen/Thorner Nissan-Pickup 5h12‘08“ zurück 9. Kleinschmidt/Pons VW 7h05‘28“ zurück 10. Monterde/Tornabell Mitsubishi 8h18’20“ zurück ... 14. de Lavergne/Dubois Nissan Pickup 9h46‘52“ zurück 20. Belmondo/Alcaraz Nissan Terrano 11h58‘01“ zurück 22. Pescarolo/de Liedek Nissan Terrano 13h32’19“ zurück