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NISSAN 360: VON HUMMELN UND FISCHEN

NISSAN 360: VON HUMMELN UND FISCHEN

  1. Neue Technologien inspiriert von der Tierwelt machen Verkehr sicherer
  2. EPORO schwimmt wie Fische im Verkehr mit
  3. Schwarmregeln ersetzen Verkehrsregeln

Nissan sucht Inspiration in der Tierwelt. Das Verhalten von Tieren in Herden und Schwärmen zeigt den Ingenieuren, wie Autos miteinander agieren und so den Verkehr sicherer und fließender machen können. Mit entsprechenden Techniken kommt der japanische Automobilhersteller seinem Ziel von einem unfallfreien Straßenverkehr näher.

 

„Bei der Entwicklung kollisionsvermeidender Systeme für die nächste Modellgeneration müssen wir nur auf Mutter Natur schauen. Fische beweisen beispielsweise im Schwarm, wie man selbst in dichtem Gedränge unfallfrei unterwegs ist", erklärt Toru Futami, bei Nissan Engineering Director für Advanced Technology und Research.

 

Sein Forschungsteam hat unter anderem den Roboter EPORO (EPisode 0 RObot) entwickelt. Er verfügt unter anderem über einen lasergestützten Entfernungsmesser, der von den 300-Grad-Augen von Hummeln inspiriert ist. Sechs EPORO-Einheiten kommunizieren miteinander und überwachen gegenseitig ihre Position, um Unfälle zu vermeiden. Dadurch können sie Seite an Seite oder in einem geschlossenen Verbund unterwegs sein, ähnlich dem Verhalten von Fischen. An Kreuzungen tauscht sich der EPORO mit anderen Verkehrsteilnehmern aus und entscheidet, wer stoppt und wer weiterfahren kann.

 

„Im Einklang mit den Verkehrsregeln müssen Autos derzeit in Fahrspuren fahren und an Stopp-Schildern halten. Wenn Fahrzeuge aber autonom unterwegs sind, brauchen wir möglicherweise gar keine Fahrspuren oder Verkehrszeichen mehr. Autos müssen sich lediglich an die drei Schwarmregeln halten: nicht zu weit entfernen, nicht zu dicht auffahren und natürlich nicht miteinander kollidieren", erläutert Futami. „Wenn Fahrzeuge im Verkehr mitschwimmen und miteinander kooperieren, können mehr Autos auf der Straße unterwegs sein - und es kommt dennoch nicht zu Verkehrsbehinderungen."

 

Vor der Entwicklung des EPORO hat Nissan bereits ein Roboterauto entworfen. Der gemeinsam mit dem Forschungszentrum für angewandte Wissenschaften und Technologien der Universität Tokio entwickelte BR23C imitiert Hummeln und ihre Fähigkeit, Unfälle zu vermeiden. Ähnlich der Augen von Hummeln, die im 300-Grad-Umkreis sehen können, erkennt der Laser Hindernisse in einem 180-Grad-Radius und bis zu zwei Metern Entfernung. Unter Berücksichtigung der Entfernung reagiert das System selbstständig und lenkt das Fahrzeug um die Gefahrenstelle herum.

 

„In Sekundenbruchteilen werden Hindernisse erkannt", erklärt Toshiyuki Andou, Manager des Nissan Mobility Laboratory. „Das Roboterauto imitiert die Bewegungen von Hummeln und wechselt schnell die Richtung, indem es die Räder im rechten oder einem größeren Winkel dreht. Unfälle lassen sich so vermeiden."

Veröffentlicht von Nissan