Wien, Österreich – Nissan startet in Cambridge das Forschungsprojekt „ADventure“. Das Projekt ADventure betrachtet dabei nicht nur die Fahrzeugtechnologie selbst, sondern untersucht, wie ein autonomer Mobilitätsdienst unter realen Bedingungen funktionieren kann. Gemeinsam mit lokalen Behörden, Pendlerinnen und Pendlern sowie Anwohnerinnen und Anwohnern wird das Projekt der Frage nachgehen, wie zukünftige Technologien für autonomes Fahren gesellschaftlichen Mehrwert schaffen, die Mobilität und Zugänglichkeit verbessern und zur Lösung lokaler Verkehrsprobleme beitragen können. Ein mögliches Anwendungsszenario wäre beispielsweise, eine Person, die selbst kein Auto fährt, autonom zu einem Arzttermin zu bringen. Geleitet wird das Projekt vom Ingenieursteam des Nissan Technical Centre Europe (NTCE) in Cranfield. Als reales Testfeld wurde die Stadt Cambridge ausgewählt, wo ein Mobilitätsdienst implementiert werden kann, der sich auf ganz Großbritannien skalieren ließe. „Dieses Projekt ist ein wichtiger Schritt für die autonome Mobilität in Großbritannien“, sagt David Moss, Senior Vice President für Forschung und Entwicklung der Nissan AMIEO Region (Afrika, Naher Osten, Indien, Europa und Ozeanien). „Mit der Unterstützung der britischen Regierung erweitern wir die Forschung im Bereich autonomer Fahrzeuge über das Zentrum Londons hinaus auf eine weitere Stadt. Dadurch gewinnen wir Erkenntnisse darüber, wie diese Dienste für verschiedene Bevölkerungsgruppen und im realen Alltag funktionieren können. Wir nutzen unsere Erfahrungen und kombinieren sie mit dem umfassenden Wissen unserer Partnerunternehmen, um noch tiefer zu ergründen, wie selbstfahrende Fahrzeuge die Vernetzung, die Zugänglichkeit und die Lebensqualität im Alltag verbessern können.“ Das mit drei Millionen Pfund dotierte Gemeinschaftsprojekt wird vom britischen Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Wissenschaft und Handel (BIST) unterstützt und über das Advanced Propulsion Centre UK (APC) in Zusammenarbeit mit Innovate UK und ausländischen Investoren umgesetzt. Das Projekt gehört zu den Maßnahmen der britischen Regierung, um die Entwicklung und Einführung vernetzter und autonomer Mobilitätstechnologien zu beschleunigen. In Zusammenarbeit mit WMG und PAVE UK (Partners for Automated Vehicle Education UK) konzentriert sich das Projekt auf die drei folgenden Schlüsselbereiche: Entwicklung von Mobilitätsdiensten für Städte und Gemeinden – wie autonome Mobilität bestehende Verkehrsnetze ergänzen und auf lokale Bedürfnisse eingehen kann. Vertrauensaufbau bei Fahrgästen – was Menschen benötigen, um sich bei der Nutzung künftiger autonomer Mobilitätsdienste gut informiert, sicher und integriert zu fühlen. Erprobung der Technologie unter realen Bedingungen – wie autonome Fahrsysteme im öffentlichen Straßenverkehr sicher und effektiv funktionieren könnten. „Großbritannien ist führend im Bereich des autonomen Fahrens“, sagt Blair McDougall, Minister für Reindustrialisierung im Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Wissenschaft und Handel in Großbritannien. „Unsere „Modern Industrial Strategy“ bringt Wirtschaft und Wissenschaft zusammen, um Innovatoren zu unterstützen, die die Zukunft des Verkehrs gestalten. Indem wir Spitzentechnologien mit den notwendigen Investitionen zur Skalierung wichtiger Projekte fördern, unterstützen wir Unternehmen wie Nissan dabei, Wachstum voranzutreiben und Arbeitsplätze im ganzen Vereinigten Königreich zu schaffen – damit stärken wir die Führungsrolle von Großbritannien in dieser schnell wachsenden Branche.“ Die Wahl auf die Stadt Cambridge fiel nach einem strengen Auswahlverfahren aufgrund ihres Rufs und ihrer Fachkompetenz als eines der führenden Zentren Großbritanniens für Verkehrsinnovation und Forschung im Bereich der autonomen Mobilität. Hier wurden bereits mehrere wegweisende Initiativen im Bereich des autonomen Fahrens ins Leben gerufen, was die Stadt zu einem idealen Umfeld macht, um Möglichkeiten zu untersuchen, wie autonome Dienste in Zukunft lokale Verkehrsnetze ergänzen und die Bedürfnisse der Bevölkerung unterstützen können. „Wir freuen uns, Nissan bei diesem Forschungsprojekt zu unterstützen und das Unternehmen auf dem Weg zur autonomen Mobilität zu begleiten“, sagt Brian Milnes, Vorsitzender der Greater Cambridge Partnership. „Cambridge hat sich zu einem der interessantesten Orte Großbritanniens für die Erprobung autonomer Verkehrsmittel entwickelt und ist nun Testumgebung für ADventure. „Wir freuen uns darauf, mit den Projektpartnern zusammenzuarbeiten und die Zukunft autonomer Fahrzeuge mitzugestalten, insbesondere die Vorteile für die Gemeinden zu erkunden und den Nahverkehr zu fördern.“ „Dass Nissan seine Pläne für autonome Mobilitätsdienste nun auch in Großbritannien umsetzt, freut uns sehr und wir blicken der Zusammenarbeit mit Nissan gespannt entgegen“, so Prof. Siddartha Khastgir, Head of Safe Autonomy bei der Warwick Manufacturing Group. „Mit unserem umfassenden Fachwissen in den Bereichen Sicherheit und Benutzererfahrung, das wir in das ADventure-Projekt einbringen, werden wir gemeinsam mit der Öffentlichkeit ein sicheres Mobilitätskonzept entwickeln, das sowohl deren Bedürfnisse als auch die verkehrspolitischen Prioritäten der Stadt berücksichtigt. Diese gemeinsame Mission aller beteiligten Partner spiegelt die tatsächlichen Auswirkungen wider, die Technologie für autonomes Fahren haben kann.“ ADventure wird ein bereits vorhandenes Testfahrzeug auf Basis des Nissan Leaf des Modelljahres 2022 nutzen, das bereits in früheren Forschungsprojekten in Großbritannien zum Einsatz kam. Ausgestattet mit der von Nissan entwickelten fortschrittlichen Technologie für autonomes Fahren werden damit potenzielle Mobilitätsbedürfnisse der Fahrgäste evaluiert und Erkenntnisse aus der Praxis gesammelt. Über die gesamte Projektdauer hinweg werden lokale Gemeinden den Forschungsteams Erkenntnisse darüber liefern, wie autonome Fahrdienste die Verkehrsanbindung verbessern und den Zugang zu neuen Möglichkeiten für die Menschen vor Ort erweitern können. Nissan nutzt für dieses Projekt seine Erfahrungen im Bereich des autonomen Fahrens aus früheren Projekten wie HumanDrive, ServCity und evolvAD. Diese haben dazu beigetragen, mehr Wissen über die Funktionsweise der Technologie für autonomes Fahren in verschiedenen Fahrsituationen zu sammeln. Das neue Projekt verdeutlicht zudem die Unternehmensstrategie von Nissan, indem es deutlich macht, wie fortschrittliche Fahrzeugtechnologie in reale Mobilitätsdienste übertragen werden kann, denen die Menschen vertrauen und die sie täglich nutzen können. Zum Abschluss von „ADventure“ soll in Cambridge eine Demonstrationsfahrt auf öffentlichen Straßen stattfinden, um zu zeigen, wie autonome Mobilitätsdienste eines Tages zu einem besser vernetzten, barrierefreien Verkehrssystem für Gemeinden im ganzen Land beitragen können. *1 https://zenzic.io/news/government-funding-unlocks-groundbreaking-vehicle-developments/ *2 Bei dem Versuchsfahrzeug handelt sich um das Modell Nissan Leaf mit automatisierten Fahrfunktionen und einem Sicherheitsfahrer.