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NISSAN BEENDET „DAKAR“ AUF ERFOLGSWELLE

NISSAN BEENDET „DAKAR“ AUF ERFOLGSWELLE

 

  • Werks-Pick-Up im Gesamtklassement auf den Rängen fünf, sieben und elf
  • Ari Vatanen schraubt persönliches „Dakar“-Konto auf 49 Etappensiege
  • Nissan zieht positive Bilanz nach erstem von vier geplanten Einsätzen

Mit dem vierten Etappensieg durch Ari Vatanen/Tina Thorner blieb das Nissan-Werksteam bis zum Ende der 25. Rallye „Dakar“ am Sonntag in der Erfolgsspur. Trotz eines Nockenwellendefekts, der drei der sechs Zylinder ihres Pick-Up zum Nichtstun verdammte, retteten sich Giniel de Villiers/Pascal Maimon auf Platz 56 der Tageswertung, was ihnen Rang fünf im Gesamtklassement bewahrte. Damit waren sie im Ziel von Sharm el Sheikh (Ägypten) bestes von drei im Rennen verbliebenen Nissan-Teams – Vatanen/Thorner beendeten die über 8.500 Kilometer lange Fernfahrt auf Rang sieben, Thierry de Lavergne/Jacky Dubois im Fahrzeug des Teams von André Dessoude verpassten mit Platz elf knapp den Sprung unter die Top Ten.

Bereits am Freitag hatte Vatanen auf der zweiten GPS-freien Etappe der Wüstenfahrt von Luxor nach Abu Rish mit seinem dritten Einzelsieg bewiesen, wie sehr er und der allradgetriebene Nissan Pick-Up zu einer Einheit verschmolzen sind. De Villiers machte mit Position drei den Tag für Nissan perfekt. Am Samstag war beiden das Glück dagegen nicht hold: Ebenso wie sein mit 20 Minuten Vorsprung führender südafrikanischer Teamkollege „verfranzte“ sich der Finne zum Ende der Etappe, was beiden einen Umweg von 25 Kilometern einbrachte. Besonders ärgerlich für de Villiers, der mit 20 Minuten Vorsprung auf dem sicheren Weg zum ersten Tagessieg bei der „Dakar“ war. „Schade“, haderte auch Teammanager Alec Poole mit den Tücken der Navigation, „heute wäre für uns sogar ein Doppelsieg drin gewesen. Doch wenn ich sehe, was anderen Mannschaften alles passiert ist, können wir noch froh sein.“

Kurz vor Schluss noch ein Riesenschreck für Giniel de Villiers
In Anwesenheit des Präsidenten der Nissan-Motorsportabteilung NISMO, Mr Sasaki, gingen dann am Sonntag 61 überlebende Pkw auf die nur 34 Kilometer lange Sprintprüfung rund um den Badeort Sharm el Sheikh am Roten Meer. Am Ziel lag Vatanen 1‘16“ Minute vor dem BMW- Piloten Luc Alphand und 1‘19“ Minute vor Jutta Kleinschmidt im VW Tarek Buggy. Riesenaufregung dagegen noch einmal für de Villiers, bei dessem Pick-Up-Motor nach 18 von 34 Kilometern der Spezialprüfung eine Nockenwelle versagte: „Der Wagen lief zwar langsam auf drei Zylindern weiter, aber ich wollte auf keinen Fall anhalten. Daher musste mein Beifahrer Pascal Maimon kurz vor dem Checkpoint aus dem Auto springen, sich den Stempel holen und dann neben dem Auto herlaufend wieder zurück an Bord steigen. Das war nicht so spaßig, wie es für viele von aussen ausschaute.....“

Zum guten Schluss kam der mehrmalige südafrikanische Tourenwagenmeister und Dakar- Debütant noch einmal mit einem blauen Auge davon. Sein Fazit nach 19 anstrengenden Tagen: „Platz fünf beweist, wie regelmäßig wir unterwegs waren. Die Härte und die Tücken der Dakar haben mich wirklich beeindruckt. Ich habe viel gelernt, speziell was das Fahren über die hohen Dünen anbelangt. Nächstes Jahr werde ich noch motivierter zurückkommen, und dann hoffentlich auch einige Sonderprüfungen gewinnen.“

Auch der vierfache „Dakar“-Sieger Ari Vatanen zog eine versöhnliche Bilanz: „Ich bin wirklich froh, diese einmalige Dakar-Atmosphäre wieder entdeckt zu haben. Ich habe viele alte Freunde wieder getroffen, aber auch neue gefunden. Es hat wirklich Spaß gemacht, den Nissan Pick-Up hier zu fahren. Nach all unseren Rückschlägen ist der siebte Platz gar nicht mal so schlecht. Da ich diesmal die Zahl von 50 Siegen bei Sonderprüfungen noch nicht vollmachen konnte, werde ich 2004 wohl wiederkommen müssen!“ Etwas nachdenklicher fügte er dann noch hinzu: „Glücklich stimmt mich auch die Tatsache, dass es Shino jeden Tag besser geht. Sein Unfall hat mich tief bewegt, unser aller Gedanken sind heute bei ihm.“

Thierry Delli Zotti bei der Siegerehrung schon wieder dabei
In der Tat schreitet die Genesung des auf der achten Etappe schwer verunglückten Werksfahrers Kenjiro Shinozuka bestens voran. Während sich der Japaner bereits wieder im Kreise seiner Familie erholt, konnte Beifahrer Thierry Delli Zotti sogar schon wieder beim Zieleinlauf „live“ dabei sein. Zwar noch mit einer Halskrause versehen, stand er unter all jenen, die der erfolgreichen Nissan-Équipe am Fuß der Siegerrampe begeistert applaudierten. Shinozuka/Delli Zotti hatten bis zu ihrem Aus als bestes Nissan-Team Platz drei der Gesamtwertung belegt.

Insgesamt zieht die Nissan-Teamführung eine positive Bilanz: Von fünf am Neujahrstag gestarteten Pick-Up kamen drei ins Ziel; neben Shinozuka/Delli Zotti (Unfall) schieden nur noch Al Mutaiwei/Monnet (Motorschaden) aus. Das Engagement in Afrika ist auf vier Jahre angelegt – vier Jahre Zeit zu lernen, wie man eine „Dakar“ gewinnt.


Endstand der 25. Rallye „Dakar“:

1. Masuoka/Schulz Mitsubishi 49h08‘52“
2. Fontenay/Picard Mitsubishi 1h52‘12“ zurück
3. Peterhansel/Cottret Mitsubishi 2h16‘28“ zurück
4. Sousa/Magne Mitsubishi 2h27‘47“ zurück
5. de Villiers/Maimon Nissan Pick-Up 2h45‘55“ zurück
6. Henrard/Willis VW 3h42‘15“ zurück
7. Vatanen/Thorner Nissan-Pick-Up 4h25‘59“ zurück
8. Kleinschmidt/Pons VW 8h16‘56“ zurück
9. Alphand/Stevenson BMW 8h56’06“ zurück
10. Monterde/Tornabell Mitsubishi 9h08‘19“ zurück
11. de Lavergne/Dubois Nissan-Pick-Up 10h19‘46“ zurück
........
20. Belmondo/Alcaraz Nissan Terrano 14h06“19“ zurück
28. Pescarolo/de Liedek. Nissan Terrano 21h26‘20“ zurück


Nissan-Bilanz:

Tagessiege vier (Vatanen) plus Prolog (Shinozuka)
Platz 2 -
Platz 3 sieben (de Villiers 4, Vatanen 2, Shinozuka 1)
Platz 4 vier (Shinozuka 2, de Villiers 1, Vatanen 1)
Platz 5 sieben (de Villiers 4, Vatanen 3)
Platz 6 zwei (de Villiers 1, de Lavergne 1)

Veröffentlicht von Nissan